- KODEX -

- KODEX -
 
So sieht ein Mensch aus, nachdem er mit Journalisten gesprochen hat, die von ihm erfahren (und lernen) wollten, was Retraumatisierung ist und was während eines Flashbacks mit dem Gehirn und dem Körper eines Menschen geschieht und wie man solche Situationen beispielsweise bei Dreharbeiten für Dokumentarfilme oder bei Interviews vermeiden kann.
So sieht ein Mensch aus, der ihnen dies anhand eigener Erfahrungen und des Wissens aus der Psychiatrie und Neurologie erklärt hat.
So sieht ein Mensch aus, der von einer Gruppe von Journalisten gehört hat, dass dieses Wissen unter Journalisten notwendig, aber absolut nicht verbreitet ist.
So sieht ein Mensch aus, nachdem eine Gruppe von Journalisten festgestellt hat, dass es sich lohnt, ja sogar notwendig ist, Wissen und Aufklärung zu diesem Thema zu verbreiten und etwas sehr Wichtiges zu tun.
Ich habe ihnen den KODEX geschickt, den ich für Journalisten vorbereitet habe, die mit Menschen nach schweren Traumata arbeiten. Wir werden darüber sprechen und daran arbeiten. Der Kodex sieht Sensibilität im Zusammenhang mit dem Stellen von Fragen und dem Einholen von Informationen über die schmerzhaftesten Erlebnisse und Erfahrungen vor.
Wenn wir etwas erarbeiten, das sich unter Journalisten verbreitet, gibt es Hoffnung und die Chance, dass dieses Bewusstsein in der Folge grössere Kreise zieht.
Ich bin STOLZ auf mich.
Stolz und dankbar für Menschen, die zuhören, miteinander reden und sich gegenseitig respektieren. Ich bin dankbar für Menschen, die offen dafür sind, Schlussfolgerungen zu ziehen und voneinander zu lernen. Ich bin dankbar für jede Gelegenheit zu ehrlichen Gesprächen und zum Austausch von Wissen darüber, was Trauma und seine Folgen WIRKLICH sind.
Ich hoffe, dass daraus etwas Großes und Gutes entsteht!