Über Grenzen, Emotionen und innere Stärke.
Das Projekt „Schutzschilde“ ist aus meiner langjährigen Auseinandersetzung mit psychischen Abwehrmechanismen und der Frage entstanden, was mit uns und unserer Psyche geschieht, wenn unsere Grenzen – körperliche oder emotionale – verletzt werden.
Ein „Schild“ ist für mich nicht nur ein historischer Gegenstand, sondern etwas beinahe Magisches, voller Symbolik und tiefgründiger Bedeutungen. Er kann Zeuge vergangener Ereignisse und Kämpfe sein, von Verletzungen, Stärke, Niederlagen und Siegen erzählen und uns zugleich Antworten und Lösungen aufzeigen.
Seit Jahrtausenden begleitet der Schild den Menschen in unterschiedlichen Kulturen und Epochen – von frühen Zivilisationen über das antike Rom und die Etrusker bis hin zu den Aborigines und der Welt der Wikinger.
Als ich mich selbst schutzlos fühlte, stellte ich mir die Frage: Welche Schilde brauchen wir heute, wenn nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Emotionen und inneren Grenzen Schutz benötigen? Wie lässt sich ein verletzter Schild sichtbar machen, wie kann der Prozess seines Wiederaufbaus eine Form erhalten und wie können wir entdecken, was in uns bereits stark ist und was wir noch stärken können?
Mehr als zehn Jahre künstlerischer Suche und Experimente sowie die persönliche Auseinandersetzung mit Bildern, dem Körpergedächtnis und der Vergangenheit führten mich zur Entwicklung einer Serie von 27 Schilden. Ich präsentierte sie 2013 im Rahmen meiner Promotion im Fach Bildende Kunst, die ich mit Auszeichnung abschloss.
Über das Projekt berichteten unter anderem die deutsche und die britische Ausgabe der Vogue. Die Arbeiten wurden im Bayerischen Landtag in München präsentiert, und die Serie war Gegenstand eines Filmbeitrags des Schweizer Fernsehens SRF Kultur.
Auf der Grundlage dieser Erfahrungen entwickelte ich meine eigene künstlerisch-pädagogische Arbeitsmethode ARTrauma®. Die Serie „Schutzschilde“ wurde zum Fundament meiner späteren Workshops und zum Thema zahlreicher Vorträge.
Ich lade Dich ein, Dich kreativ mit dem Symbol des Schutzschildes auseinanderzusetzen – und dem Persönlichen und Immateriellen eine materielle, dreidimensionale Form zu geben.
Emotionen und Gefühle sind für das Auge unsichtbar, doch Kunst kann ihnen eine materielle Form verleihen. Ich sage oft, dass Kunst wie ein „Röntgenbild der Seele“ wirkt.
Dies ist kein Workshop, in dem Du lernst, Gegenstände aus Holz, Papier, Glas oder Klebstoff herzustellen. Es geht nicht darum, Materialien miteinander zu verbinden, sondern um einen Prozess, in dem Dein Schild nach und nach seine eigene Bedeutung und Form erhält.
Dieser Prozess ist keine Technik. In erster Linie ist er eine Begegnung – eine Begegnung mit Dir selbst durch die Gestaltung Deiner eigenen Arbeit.
Ausgangspunkt sind Deine Erfahrungen, Gedanken und Emotionen. Ich unterstütze Dich dabei, Deine eigenen Assoziationen zu entdecken und kreative Entscheidungen zu treffen. So entwickelt sich nach und nach Deine Vorstellung davon, was Dein Schild erzählen und was es für Dich bedeuten soll.
Erst dann gewinnen die Materialien ihre Bedeutung. Du wählst sie aus, weil sie etwas in Dir ausdrücken, mit etwas in Verbindung stehen oder etwas symbolisieren. Die Form und die einzelnen Elemente Deiner Arbeit entstehen aus Deiner eigenen Geschichte.
Dieser Raum richtet sich an Menschen, die sich mit ihren Grenzen und Emotionen auseinandersetzen, ihr Gefühl innerer Stabilität und Selbstwirksamkeit stärken und vor allem ihre eigene Geschichte erzählen möchten.
Du musst weder zeichnen können noch künstlerische Erfahrung mitbringen. Es geht nicht darum, einen perfekten Gegenstand zu schaffen, sondern dem eine Form zu geben, was bisher unsichtbar geblieben ist.
Du beginnst nicht mit dem Material. Du beginnst bei Dir selbst.
Dein Schild wird aussehen wie kein anderer. Er wird Deine Geschichte erzählen.
Seit Jahrhunderten ist der Schild ein Attribut des Kriegers – ein Symbol für Schutz, Stärke, Mut und die Bereitschaft, sich selbst und das zu verteidigen, was uns wichtig ist. Obwohl er historisch vor allem mit der männlich geprägten Welt des Krieges und des Kampfes verbunden war, reicht seine symbolische Bedeutung weit über diesen Kontext hinaus.
Deshalb kann das Projekt „Schutzschilde“ auch für Männer besonders interessant sein. Es lädt sie dazu ein, sich mit ihren eigenen Erfahrungen, Grenzen und Möglichkeiten, sich selbst zu schützen, auseinanderzusetzen und zu erkunden, was sie in sich bewahren möchten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass sich das Projekt ausschliesslich an Männer richtet. Im Gegenteil – auch Frauen sind herzlich eingeladen. Der Schild kann für jeden Menschen zu einem persönlichen Symbol werden, der sich damit beschäftigen möchte, was ihn schützt, was Schutz braucht und wie sich dies durch Kunst ausdrücken lässt.
Der nächste Termin für einen Gruppenkurs steht derzeit noch nicht fest.
Wenn Du nicht auf den nächsten Gruppenkurs warten möchtest, kannst Du jederzeit einen individuellen Termin mit mir vereinbaren. Preis für Einzelstunden: 120 CHF pro Stunde.
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Jeder kreative Prozess kann einen Raum eröffnen, in dem wir uns mit unseren eigenen Erfahrungen auseinandersetzen können – mit alltäglichen Veränderungen und wichtigen Lebensmomenten ebenso wie mit schwierigen Erlebnissen. Kunst ermöglicht es, ihnen eine persönliche Form zu geben, ihre Spuren festzuhalten und den eigenen Weg aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Kreatives Arbeiten kann auch Menschen begleiten, die eine Psychotherapie in Anspruch nehmen, und ihnen eine eigenständige Form des Ausdrucks und der persönlichen Reflexion bieten. Es ersetzt weder eine Psychotherapie noch eine andere professionelle Unterstützung.